Wanderritt 2013 - Tourbericht

2.-8.September

In diesem Herbst ging es eine Woche in die Dübener Heide.

Da es ja unsere lieben Reitgäste nicht schaffen, versuch ich mal zu erzählen,oder besser berichten;-)
Für den Überblick erst mal die Tourdaten.

 2.09.

 Brandis-Sprotta

 32,0 km

 Schwarzbachhof

 3.09.

 Sprotta-Authausen

 22,8 km

 Pferdehof Klepel

 4.09.

 Authausen-Hachemühle

 20,0 km

 Waldhotel Hachemühle

 5.09.

 Elbe Rundritt

 18,0 km

 Waldhotel Hachemühle

 6.09.

 Hachemühle-Wöllnau

 18,8 km

 Reiterhof Hauck

 7.09.

 Wöllnau-Sprotta

 20,6 km

 Schwarzbachof

 8.09.

 Sprotta-Brandis

 32,0 km

 Wild East Ranch

Tag 1
Brandis -Sprotta

Ja wie es am ersten Tag so ist, schlecht geschlafen, nervös, viel zu viel Gepäck, aussortieren, packen, den eigenen Körper und vor allen Dingen den Geist wach bekommen, ja einfach viel später als geplant auf die erste und auch noch längste Etappe gehen. Erstmal ein super Plan!
Aber wie immer sitzen wir erstmal auf dem Pferd.
Wir haben aus den letzten Jahren dazugelernt und haben alle Lammfellbezüge auf dem Sattel, bzw. meine Frau eine Radlerhose unter der Jeans, Grit glaube ich beides;-), also verspricht es zumindest halbwegs bequem zu werden.
Es weht nur ein leichter Herbststurm, der allerdings im Laufe des Tages ständig grimmiger wird. Aber da wir, also vor allem Klaus;-), immens hart im Nehmen sind, war das alles kein Problem. Ja der erste Tag? Transferetappe, einfach nur Kilometer machen und sich auf den Rythmus der Ponys einstellen. Ist immer nicht so einfach den Alltag und die normalen Geschwindigkeiten zu vergessen.Wir reiten erstmal klassisch von Brandis über Posthausen und die abgeernteten Felder nach Machern.Soweit so bekannt. In Machern über die hässliche B6 und dann endlich ein wenig Entspannung.
Bis zur Mulde auf Feldwegen immer gemütlich dem Wind ausgesetzt;-) Bei Grubnitz gehts dann über den Fluss, immerhin eine schöne Landwirtschaftsbrücke.( Wenn der grimmige Bauer nicht wär;-9) Dann wieder gemütlich die Mulde entlang bis nach Nischwitz. Ab Nischwitz ist es wirklich ein Herbstritt, wenn die Felder noch nicht abgeerntet wären, müsste manch echt ewig auf der Strasse reiten. Aber das haben wir natürlich vorher alles gecheckt! 
Ja was kann man zu diesem Tag noch sagen? 
Es regnet, es stürmt....
Aber wir sind angekommen...
Sprotta Schwarzbachhof....
Vielen Dank Familie Stichel!
Unsere Ponys hatten eine riesige Weide, zwar relativ leer gefressen, aber mit genug zusätzlichem Grünfutter und reichlich Heu.
Der Abend? Dorfkneipe zum Essen, der liebe Cliff brachte unsere Sachen, trinken mit  netten Leuten auf dem Hof, schlafen in der ausgebauten Scheune, Schmerzen ignorierend einfach entspannen..........


Da treff ich ein Apatchi mit 'nem Handy von Hitatchi, der fragt mich woher ich meinen Gürtel hab....ich lach und sag es gerne den hol ich in der Ferne, für wenig Cash in Bangladesch, der Gürtel ist ein Neuer und nicht ein mal sehr teuer, geknüpft von echter Kinderhand.......ich bin ein Global Rider und mich zieht's immer weiter, immer weiter weg von der Prärie..........(Roland Baisch" Der graue Star"Global Rider)




Tag 2 
Sprotta-Authausen


Aufwachen? Schon schlimm genug;-) Schmerzen? Ja geht so. Oder auch nicht? Nein irgendwie geht es.

Die Mädels Kaffee, ich Tee. Sorry Klaus;-)

Und noch mehr Kaffee und Tee. Wir haben es ja heute nicht so weit!

Um die Mittagszeit sind dann die Essens und Getränkevorräte wieder aufgefüllt.

( Mit bolschewistischer Unrast hat es ja keiner von uns so sehr)

Ponys putzen,satteln, aufsteigen muss ich dem Fall einfach noch mal extra erwähnen;-)

Der Geist ist stark, der Körper? Naja....

Vorn rein, hinten raus....

Die Überraschung ist perfekt...wir sind in der Heide angekommen, ohne noch mal durch den Ort zu müssen.

Was für ein Erlebnis!!!!

Das ein oder andere Weidetor geöffnet und wir sind nicht mehr zivilisiert ähm... nicht mehr in der Zivilisation...

Wald,Wald,Wald,Wald,Wald,Wald, Reitwege vom feinsten, tolle Ausblicke in die Heide, wir sind im Urlaub angekommen. Seltsam über schöne Sachen schreibts sich immer schlecht.

Oder soll ich über duftenden Farn und Kiefern reden?

Pilze? Auch davon gibt es hier viele, aber immer absteigen um einen schönen Fliegenpilz für seine Frau zu sammeln? ;-)

Der Weg war doch länger als gedacht!

Für mich eine der schönsten Etappen, einfach dieses Ankommen in der tiefsten Entspannung.

Pferdehof Klepel in Authausen......

Ponys super versorgt....schnuckelige Ferienwohnung....toller Grillmaster...Tomatensalat grandios....und zum ersten mal die Ruhe der Heide.....wirkliche Ruhe!!!!!!!

Wenn ihr das mal braucht, fragt nach der Adresse!!!


Tag 3
Authausen-Hachemühle


Frühstücken unterm Obstgehölz.
Der Araberhengst ruft nach unserem Friedchen.
Ansonsten verleitet eigentlich nichts gross sich zu erheben.
Das tägliche Ritual, putzen, satteln, Gepäck aufladen.
Den müden Körper aufs Getier geschwungen.

Es ist mittlerweile so warm geworden das mein Reiteroutfit zu wünschen übrig lässt. Also entschuldigt bitte wenn der Cowboy nur noch im Geiste;-)

Wald.....................................................................

Wie herrlich.........................................................

Wald.....................................................................

Waldhotel Hachemühle.......................................

Waldweide............................................................

Waldsee...............................................................

Da bekommt www.eine ganz andere Bedeutung.de

Tolle Zimmer, ohne Wald;-)

Anbindestange direkt davor, hat was...........

 

Tag 4 
Die Elbe

   

Spätes fantastisches Frühstück, rumhängen,
Liegestühle an der Koppel,
vom netten Nachbarn,
der auch für den Flüssigkeitsbedarf unserer Ponys sorgte.
Vielen Dank noch mal!!!!
Nachmittags die schwere Entscheidung für ein wenig Aktivität getroffen.
Wir reiten doch noch zur Elbe, sind ja nur läppische 18 km.
War ne richtig gute Entscheidung, die Landschaft war der Hammer!!
Solche Reitwege würde man sich zu Hause wünschen. Wald, Feldwege,
Wiesen. Das Wetter vom feinsten, eine Art Spätsommerurlaub.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder in Hachemühle.
Richtig tolles Abendessen, ein paar Getränke, das Leben ist schön!

An dieser Stelle müssen wir uns noch mal bei der Chefin des Waldhotels Hachemühle für ihren Einsatz bedanken!

Toll wars bei euch!!!!!!!!!

Ab ins Bettchen, Grit und Klaus ins Ferienhaus, Sandra und ich ins Zimmer.

Morgen???? 

Schaun wir mal;-)

Chillen so wie sich das im Urlaub gehört....2 und Vierbeiner gleichermaßen...

Die Elbe.....was für ein Weg....

Die Elbwiesen....grandios!!!! Einfach jede Menge Platz und vor allem Wiese...

Tag 5
Hachemühle - Wöllnau

   

Ja heute haben wir eine relativ kurze Etappe vor uns, oder hinter uns, ach was weiss ich. Ich schreib einfach wie es mir einfällt, Beschwerden bitte an den Webmaster, ähm der bin ja dann wohl auch ich, also keine Beschwerden was Zeitformen anbetrifft;-) Ein richtig schöner Ritt! Wir haben uns alle dran gewöhnt, die Ponys haben sich auch eingelaufen. Genussreiten... Viel erzählen kann man zu dem Tag eigentlich nicht, ohne das es trostlos war. Es war einfach nur Ereignisslos schön. Das was man von einem Wanderritt erwartet, oder?

Angekommen in Wöllnau, Ponys versorgt, schöne Ferienwohnung für uns alle vier.

Wirtshaus Fehlanzeige. Aber wir haben ja genug Nahrung dabei, eigentlich der erste Abend ohne warmes Essen...

Getränke gabs von den Wirtsleuten, also alles gut. Schön wars bei euch!!! Wenn jemand mal im Nirgendwo Urlaub machen will.....www.ferien-reiterhof-woellnau.de.....dann würd ich das empfehlen!!!!

Wo gehts morgen hin, das war die Abendbestimmende Frage. Der ganz lange Kanten nach Gut Göritz?

Gott sei dank konnte ich alle von dummerweise meiner glorreichen Idee wieder abbringen.

Nächste Station ist wieder Sprotta, allerdings mit einem Abstecher zum Fährhaus Gruna.

       

Super Plan. Ich glaub im Nachhinein waren alle sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

Deutsche Kulturlandschaft

Pause in der Maiswüste

Endlose Waldwege

Tag 6
Wöllnau - Sprotta


Frühstück....putzen, satteln....mittlerweile eingespielt............und auf gehts zum letzten Heidetag. Nochmal das völlige fehlen der Zivilisation geniessen...............zumindest bis zum Fährhaus Gruna....dann die Zivilisation genossen. Gutes Essen, gutes Bier, Hitze!

Da bleibt eigenlich nur den Rest des Tages im Wald verstecken, der ja Gott sei Dank in Hülle und Fülle vorhanden war. Langsam schlich sich die Wehmut ein. Oder? Erst später? 

In meiner Erinnerung schon jetzt, keiner wollte wieder nach Hause. Noch eine Woche wär toll, oder 2,3,4? Wie auch immer ich schweife ab.

Sprotta, Schwarzbachhof, schön wieder da zu sein. Die Dorfkneipe ist toll.

Noch schnell das Frühstück für den nächsten Tag klargemacht und dann einen echt schönen Abend auf dem Hof gehabt! Es ist immer wieder erstaunlich was und wen man so kennenlernt wenn man mit dem Getier unterwegs ist.

Ich bin mittlerweile ein echter Sachsen Fan, ähm Fan von mir selbst???

Wer macht schon Urlaub vor der Haustür....also jetzt nicht auf dem Balkon sonderm im

"Nachbardorf ".

       

Solltet ihr echt mal machen!!!!!

Fährhaus Gruna...Anbindestange, Wasser für die Ponys, gutes Essen und Bier, was will man mehr?

Pause im Wald...eins der harmlosen Bilder, nicht wahr Klaus;-)

Tag 7
Sprotta - Brandis

   

Das erste was mir zu diesem Tag einfällt....Wehmut.....heul....der Sommer ist vorbei. Ging uns irgendwie allen so. Natürlich freut man sich auf die Ranch, also auf zu Hause, die Ponys. Aber dieses treibenlassen, Verantwortung mal abgeben, einfach unbezahlbar. Sandra hat wieder ihren Hofalltag. Bei mir bedeutet das Ende des Sommers wieder reisen zu müssen. Grit und Klaus müssen sich mit ihrem neuen Haus und demzufolge mit ganz vielen Baustellen beschäftigen. Ja irgendwie anders halt. Genug Gejammer! Dorfgasthof extra für uns zum Frühstück geöffnet.

Putzen, satteln wie immer, Gepäck im Trossfahrzeug verstaut und los.

Sehr clever, alles Regenzeug brauchen wir ja nicht!

Zumindest noch nicht;-)

    

Um so weiter wir nach Hause kommen umso beschi...ner das Wetter. Sehr lustig mit flatternden Notregencapes über die Felder zu galoppieren. Ach so ein Pferdetausch war noch angesagt. Das grimmigste bekomm immer ich;-) Ich hab dich auch lieb Schatz! Pünktlich beim eintreffen auf der Wild East Ranch fängt es an aus Eimern zu schütten. Passt perfekt möchte ich meinen;-)

 

Auf geht's Richtung Heimat...


Fotos von mir sind leider Mangelware, aber gut ist halt das Schicksal des Administrators;-)

Erklärung und Dankesrede! ;-)


Als erstes will ich an dieser Stelle all unseren lieben Helfern und Freunden danken.
Nicht alphabetisch sondern wie es mir gerade einfällt;-)

Sioux, Sonny, Smiley, Frida dafür das ihr uns und unser Gepäck geschleppt habt. Ihr wart ganz toll!!!!
Ihr liebsten aller Ponys!!!!!

Lydia und Paula und Matti für die Betreung unseres Hofes
Cliff und Henry für den Packesel ;-)
Erik für das abschleppen des Transferautos....

und natürlich unseren Wirtsleuten vom:

Schwarzbachhof
Ferienhof Authausen
Waldhotel Hachemühle
Ferienreiterhof Wöllnau

dafür das sie unsere Ponys und uns so liebevoll versorgt haben!

Grit und Klaus.....es war eine schöne Zeit mit euch!!! Jederzeit wieder!!!! Das ist übrigens ein Befehl;-)
Klaus für die Fotos die ich nicht selber hatte.......

Jetzt noch zur schnellen Entschuldigung.....Rechtschreibfehler schau ich mir demnächst an;-)
Den ein oder anderen Text werde ich auch noch vervollständigen....bald!!!!!

 

Muldewiesen


Eigenlich mein Pony an diesem Tag...Schatz...;-)